Der Konformitätsbericht, der einer Prüfung standhält.
Das BFSG verpflichtet öffentlich erreichbare Wirtschaftsakteure, eine Erklärung zur Barrierefreiheit zu veröffentlichen. Wer das nicht oder mit einer leeren Vorlage tut, schwächt die eigene Verteidigung. WCAGdesk erzeugt den Bericht automatisch aus realen Scans.
Sieben Pflichtangaben nach BFSG / EAA
Sowohl die EU-Richtlinie 2019/882 (EAA) als auch die deutsche Umsetzung (BFSG) verlangen explizit, dass die Erklärung folgende Inhalte enthält:
- Konformitätsstatus — vollständig konform, teilweise konform oder nicht konform.
- Datum der letzten Bewertung — und Methodik (Selbstbewertung, externes Audit, automatisierte Prüfung).
- Bekannte Nichtkonformitäten — konkrete WCAG-Kriterien und Lokalisierung.
- Begründungen bei Unverhältnismäßigkeit — wenn einzelne Anforderungen nicht erfüllt werden.
- Feedback-Mechanismus — E-Mail, Kontaktformular oder andere niedrigschwellige Eingabe.
- Durchsetzungsverfahren — Verweis auf Bundesfachstelle Barrierefreiheit oder zuständige Landesfachstelle.
- Datum der Erstellung der Erklärung — und gegebenenfalls Aktualisierungsfrequenz.
Sechs typische Fehler in BFSG-Erklärungen
Wir lesen viele bestehende Erklärungen, wenn Kunden zu uns wechseln. Wiederkehrende Schwächen:
- Pauschale Vollkonformität. "Wir erfüllen WCAG 2.1 AA vollständig." Das ist juristisch riskant: ein einziger nachweisbarer Verstoß stellt die ganze Erklärung infrage.
- Veraltete Bewertungsdaten. "Letzte Prüfung: Juli 2024." Wer einen 18 Monate alten Stand veröffentlicht, signalisiert genau das Gegenteil von Sorgfalt.
- Keine Methodik. "Wir prüfen regelmäßig" — ohne Tool, ohne Engine-Version, ohne Skope. Nicht nachweisbar, nicht verteidigbar.
- Versteckte Erklärung. Im Footer als drei-Punkt-Linktext nicht erreichbar per Tastatur. Genau die Zielgruppe der Erklärung schließt sich aus.
- Generische Boilerplate-Übersetzungen. Wer sichtbar ein DE-Template aus einer FR/IT-Vorlage übersetzt hat, signalisiert: das hier ist Pflichterfüllung, kein Standard.
- Kein Feedback-Eingang. Erklärung ohne aktive Kontaktstelle — formaljuristisch ein Verstoß gegen Pflichtinhalt.
Warum auto-generierte Berichte besser sind
Eine manuelle Erklärung wird einmal geschrieben, einmal hochgeladen und dann vergessen. Sie altert. Sie passt schon nach drei Releases nicht mehr zur Realität. Wenn dann die Abmahnung kommt, klafft eine Lücke zwischen Erklärung und tatsächlichem Stand — und genau das ist juristisch das Problem.
Ein aus echten Scans erzeugter Bericht löst das anders:
- Bewertungsdatum entspricht dem letzten tatsächlichen Scan, nicht einem manuellen Vermerk.
- "Bekannte Nichtkonformitäten" listet die tatsächlich aktuellen Verstöße auf, nicht eine plausible Auswahl.
- Die Methodik (axe-core 4.11, WCAG 2.1 AA, Anzahl geprüfter Seiten) ist konkret und referenziert eine Scan-ID, die jederzeit ausexportiert werden kann.
- Die Erklärung kann quartalsweise neu erzeugt werden, ohne dass jemand manuell editieren muss.
Was wir nicht automatisieren
Drei Felder bleiben manuell, weil sie geschäftliche oder juristische Entscheidungen sind:
- Begründungen bei Unverhältnismäßigkeit. Ob eine Anforderung unverhältnismäßig ist (BFSG § 17), entscheidet das Unternehmen, nicht das Tool.
- Kontaktstelle Barrierefreiheit. Eine echte Adresse mit echter Person, die Beschwerden bearbeitet. Wer das auslagert, sollte transparent dokumentieren wohin.
- Konkrete Maßnahmenpläne. Wer "wir beheben dies bis Q3" schreibt, sollte das auch tun. Wir liefern den Status; der Plan ist Aufgabe der internen Roadmap.
Beispielausschnitt
So sieht der von WCAGdesk Defense automatisch erzeugte deutsche Bericht aus (Auszug):
Erklärung zur Barrierefreiheit für Beispielshop GmbH https://example.com ist bemüht, seine Dienste gemäß dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG, Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/882) barrierefrei zugänglich zu machen. Konformitätsstatus Teilweise konform mit den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 Level AA. Letzte Bewertung 2026-05-06 · 47 Seiten geprüft · Scan-Referenz cf4a5edd... Bekannte Nichtkonformitäten - color-contrast (WCAG 1.4.3) — 8 Vorkommen - image-alt (WCAG 1.1.1) — 3 Vorkommen - label (WCAG 4.1.2) — 2 Vorkommen …
Wer braucht den Generator?
Der Generator gehört zu Defense ($299/Mon.) und Counsel ($599/Mon.). Audit ($149/Mon.) liefert wöchentliche Scans und PDF-Exporte, aber keinen automatisierten Bericht — diese Stufe passt für Shops, die die Erklärung intern oder per Anwalt pflegen.
Bericht testen, dann entscheiden.
Erst Scan, dann Pricing. Der kostenlose Scan zeigt sofort, was im Bericht stehen würde — bevor Sie einen Cent ausgeben.